Am Ende dieser Lektion kann ich …
- Anwenden: Adjektiv direkt vor dem Nomen
- Anwenden: Adjektiv nach sein
- Anwenden: Bestimmter Artikel im Nominativ Singular
- Anwenden: Plural mit bestimmtem Artikel
- Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Einfache Erklärung
Was bedeutet Adjektivdeklination?
Adjektivdeklination bedeutet, dass sich die Endung eines Adjektivs verändert, wenn das Adjektiv direkt vor einem Nomen steht. Aus schön wird zum Beispiel schöne, schöner, schönes oder schönen. Welche Form richtig ist, hängt vor allem vom Artikel, vom Genus des Nomens und vom Kasus ab.
Wann bekommt ein Adjektiv eine Endung?
Ein Adjektiv bekommt normalerweise eine Endung, wenn es direkt vor einem Nomen steht: ein schönes Haus, der neue Kollege, eine warme Jacke. Steht das Adjektiv dagegen nach Verben wie sein, werden oder bleiben, bleibt es normalerweise unverändert: Das Haus ist schön. Die Jacke bleibt warm.
Welche Informationen musst du zuerst prüfen?
Bevor du eine Adjektivendung wählst, prüfst du drei Punkte: Erstens: Welchen Artikel hat das Nomen? Zweitens: Ist das Nomen maskulin, feminin, neutral oder Plural? Drittens: Steht das Nomen im Nominativ oder Akkusativ? Auf A2 reicht es, diese Grundmuster sicher zu beherrschen.
Adjektive mit bestimmtem Artikel im Nominativ
Mit der, die und das ist das Grundmuster im Singular besonders einfach. Das Adjektiv bekommt meistens die Endung -e: der alte Mann, die neue Wohnung, das kleine Kind. Im Plural steht nach die normalerweise -en: die neuen Häuser.
Adjektive mit ein, eine und ein im Nominativ
Nach ein und eine trägt das Adjektiv teilweise die Information, die beim Artikel nicht sichtbar ist. Deshalb heißt es ein guter Freund, eine nette Kollegin und ein kleines Kind. Die wichtigsten Endungen sind hier -er für Maskulinum, -e für Femininum und -es für Neutrum.
Adjektive im Akkusativ
Im Akkusativ ist besonders das Maskulinum wichtig. Aus der alte Mann wird den alten Mann, und aus ein guter Freund wird einen guten Freund. Bei femininen und neutralen Nomen bleiben viele Formen ähnlich wie im Nominativ: eine rote Tasche, das kleine Auto, ein kaltes Getränk.
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Wähle die Endung nach Begleiter, Genus, Numerus und Kasus zusammen: der alte Mann im Nominativ, den alten Mann im Akkusativ; ein guter Mann, ein gutes Buch. Nach bestimmten Begleitern steht im Dativ und Plural meist en: mit den frischen Kräutern. Artikelloser Nominativ/Akkusativ Plural kann e haben: frische Brötchen. Prädikatives nach sein bleibt ungebeugt: Das Buch ist gut. Dies ist die Grundlage, nicht das ganze weiterführende Paradigma.
Übersicht zum Gebrauch
Die Tabelle zeigt Satzmuster. Bedeutungsoptionen folgen der Oberflächensprache; übersetzte Sätze stehen unter Beispiele.
| Muster oder Funktion | Muster in der Zielsprache |
|---|---|
| Bestimmter Artikel im Nominativ Singular | Der alte Mann wartet hier. |
| Bestimmter Artikel im Nominativ Singular | Die neue Lampe ist schön. |
| Bestimmter Artikel im Nominativ Singular | Das kleine Kind spielt. |
| Maskulinum im Akkusativ | Ich sehe einen guten Film. |
| Neutrum nach ein im Nominativ | Das ist ein großes Haus. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | Wir kaufen die frischen Äpfel. |
Grammatikformel
Nominativ Maskulinum mit bestimmtem Artikel
der + Adjektiv-e + maskulines Nomender neue Lehrer
Nominativ Femininum mit bestimmtem Artikel
die + Adjektiv-e + feminines Nomendie schöne Stadt
Nominativ Neutrum mit bestimmtem Artikel
das + Adjektiv-e + neutrales Nomendas kleine Kind
Nominativ Plural mit bestimmtem Artikel
die + Adjektiv-en + Pluralnomendie neuen Bücher
Nominativ Maskulinum mit ein
ein + Adjektiv-er + maskulines Nomenein guter Freund
Nominativ Femininum mit eine
eine + Adjektiv-e + feminines Nomeneine nette Kollegin
Nominativ Neutrum mit ein
ein + Adjektiv-es + neutrales Nomenein schönes Zimmer
Akkusativ Maskulinum mit bestimmtem Artikel
den + Adjektiv-en + maskulines Nomenden neuen Computer
Akkusativ Maskulinum mit unbestimmtem Artikel
einen + Adjektiv-en + maskulines Nomeneinen neuen Computer
Akkusativ Femininum
die/eine + Adjektiv-e + feminines Nomeneine warme Jacke
Akkusativ Neutrum
das + Adjektiv-e oder ein + Adjektiv-es + neutrales Nomenein kaltes Getränk
Wichtige Regeln
- 1
Adjektiv direkt vor dem Nomen
Steht das Adjektiv direkt vor einem Nomen, bekommt es normalerweise eine Endung: ein neues Handy, die schöne Stadt, einen guten Kaffee.
- 2
Adjektiv nach sein
Steht das Adjektiv nach sein und nicht direkt vor dem Nomen, bekommt es keine Deklinationsendung: Das Handy ist neu. Die Stadt ist schön.
- 3
Bestimmter Artikel im Nominativ Singular
Nach der, die und das bekommt das Adjektiv im Nominativ Singular meistens -e: der alte Mann, die nette Frau, das kleine Kind.
- 4
Plural mit bestimmtem Artikel
Nach die im Plural bekommt das Adjektiv normalerweise -en: die neuen Bücher, die kleinen Kinder.
- 5
Maskulinum nach ein im Nominativ
Bei einem maskulinen Nomen im Nominativ bekommt das Adjektiv nach ein die Endung -er: ein guter Freund.
- 6
Neutrum nach ein im Nominativ
Bei einem neutralen Nomen im Nominativ bekommt das Adjektiv nach ein die Endung -es: ein schönes Zimmer.
- 7
Maskulinum im Akkusativ
Im Akkusativ Maskulinum bekommt das Adjektiv nach den oder einen die Endung -en: den alten Mann, einen neuen Computer.
- 8
Possessivartikel folgen dem ein-Muster
Wörter wie mein, dein, sein, ihr, unser und euer verhalten sich bei der Adjektivdeklination ähnlich wie ein: mein neuer Kollege, mein neues Handy, meine neue Tasche.
- 9
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Wähle die Endung nach Begleiter, Genus, Numerus und Kasus zusammen: der alte Mann im Nominativ, den alten Mann im Akkusativ; ein guter Mann, ein gutes Buch. Nach bestimmten Begleitern steht im Dativ und Plural meist en: mit den frischen Kräutern. Artikelloser Nominativ/Akkusativ Plural kann e haben: frische Brötchen. Prädikatives nach sein bleibt ungebeugt: Das Buch ist gut. Dies ist die Grundlage, nicht das ganze weiterführende Paradigma.
Praktische Beispiele
Das ist ein schöner Park.
Der Park ist schön und wird hier zum ersten Mal genannt.
Park ist maskulin und steht im Nominativ. Nach ein bekommt das Adjektiv -er.
Die neue Wohnung ist sehr hell.
Die Wohnung ist neu und außerdem sehr hell.
Wohnung ist feminin. Nach die steht im Nominativ die Endung -e.
Das kleine Café ist heute geschlossen.
Das Café ist klein und heute nicht geöffnet.
Café ist neutral. Nach das bekommt das Adjektiv -e.
Die frischen Brötchen sind noch warm.
Die Brötchen sind frisch und noch nicht kalt geworden.
Brötchen steht im Plural. Nach die bekommt das Adjektiv -en.
Mein neuer Kollege kommt aus Köln.
Ich habe einen neuen Kollegen, der aus Köln kommt.
Mein folgt dem ein-Muster. Bei Maskulinum im Nominativ steht -er.
Sie hat eine rote Tasche.
Ihre Tasche ist rot.
Tasche ist feminin und steht hier im Akkusativ. Nach eine steht -e.
Er bestellt ein kaltes Wasser.
Er möchte Wasser, das kalt serviert wird.
Wasser ist neutral. Nach ein bekommt das Adjektiv -es.
Ich kaufe einen schwarzen Pullover.
Ich kaufe einen Pullover in schwarzer Farbe.
Pullover ist maskulin und Akkusativ. Nach einen steht -en.
Ich kenne den netten Nachbarn.
Der Nachbar ist nett, und ich kenne ihn.
Nachbar ist maskulin und Akkusativ. Nach den steht -en.
Wir suchen eine günstige Wohnung.
Wir möchten eine Wohnung finden, die nicht teuer ist.
Wohnung ist feminin und Akkusativ. Nach eine bekommt das Adjektiv -e.
Das Essen ist lecker.
Das Essen schmeckt gut.
Lecker steht nach sein und direkt vor keinem Nomen. Deshalb gibt es keine Endung.
Wir essen das leckere Essen zusammen.
Wir essen gemeinsam das Essen, das gut schmeckt.
Lecker steht jetzt direkt vor Essen. Nach das bekommt das Adjektiv -e.
Ein gutes Frühstück ist mir wichtig.
Für mich ist ein gutes Frühstück wichtig.
Frühstück ist neutral und Nominativ. Nach ein steht -es.
Ich brauche einen schnellen Internetanschluss.
Ich brauche einen Internetanschluss, der schnell ist.
Internetanschluss ist maskulin und Akkusativ. Nach einen steht -en.
Typische Fehler
- ❌ Der alten Mann wartet hier. ✅ Der alte Mann wartet hier.
- ❌ Die neuen Lampe ist schön. ✅ Die neue Lampe ist schön.
- ❌ Das kleinen Kind spielt. ✅ Das kleine Kind spielt.
- ❌ Ich sehe einen gute Film. ✅ Ich sehe einen guten Film.
- ❌ Das ist ein große Haus. ✅ Das ist ein großes Haus.
- ❌ Wir kaufen die frische Äpfel. ✅ Wir kaufen die frischen Äpfel.
Lerntipps
- Frage zuerst: Steht das Adjektiv direkt vor einem Nomen? Nur dann brauchst du normalerweise eine Deklinationsendung.
- Lerne die Formen nicht nur als Tabelle, sondern als feste Wortgruppen: ein guter Freund, einen guten Freund, das neue Auto.
- Konzentriere dich zuerst auf Nominativ und Akkusativ. Dativ kannst du danach systematisch ergänzen.
- Achte besonders auf das Maskulinum im Akkusativ: der alte Mann wird den alten Mann.
- Merke dir für ein im Nominativ die drei wichtigen Formen: ein guter Mann, eine gute Frau, ein gutes Kind.
- Nach der, die und das steht im Nominativ Singular sehr oft -e.
- Im Plural mit die steht sehr häufig -en.
- Possessivartikel wie mein oder dein folgen weitgehend demselben Muster wie ein.
Im eigenen Text verwenden
Schreibe sechs zusammenhängende Sätze über dein Leben, Pläne oder Erfahrungen und nutze jedes Tabellenmuster einmal. Prüfe mit den Regeln, warum die Konstruktion passt. Dies ist Selbsteinschätzung; der Multiple-Choice-Test erhält ein getrennt gespeichertes Ergebnis.
- Bilde mit Tabellenmuster 1 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 2 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 3 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 4 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 5 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 6 einen neuen Satz über dich.
Muster ansehen
Der alte Mann wartet hier. Die neue Lampe ist schön. Das kleine Kind spielt. Ich sehe einen guten Film. Das ist ein großes Haus. Wir kaufen die frischen Äpfel.
Prüfe deine Sätze
- Die beabsichtigte Bedeutung passt zur Konstruktion.
- Ich habe Subjekt, Verbform, Kasus/Präposition und Wortstellung geprüft.
- Ich habe eigene Kontexte formuliert und die Ausnahmen beachtet.
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Passender Wortschatz im Wörterbuch
Häufige Fragen
Worauf achte ich bei „Adjektiv direkt vor dem Nomen“?
Steht das Adjektiv direkt vor einem Nomen, bekommt es normalerweise eine Endung: ein neues Handy, die schöne Stadt, einen guten Kaffee.
Worauf achte ich bei „Adjektiv nach sein“?
Steht das Adjektiv nach sein und nicht direkt vor dem Nomen, bekommt es keine Deklinationsendung: Das Handy ist neu. Die Stadt ist schön.
Worauf achte ich bei „Bestimmter Artikel im Nominativ Singular“?
Nach der, die und das bekommt das Adjektiv im Nominativ Singular meistens -e: der alte Mann, die nette Frau, das kleine Kind.
Worauf achte ich bei „Plural mit bestimmtem Artikel“?
Nach die im Plural bekommt das Adjektiv normalerweise -en: die neuen Bücher, die kleinen Kinder.
Worauf achte ich bei „Maskulinum nach ein im Nominativ“?
Bei einem maskulinen Nomen im Nominativ bekommt das Adjektiv nach ein die Endung -er: ein guter Freund.
Worauf achte ich bei „Neutrum nach ein im Nominativ“?
Bei einem neutralen Nomen im Nominativ bekommt das Adjektiv nach ein die Endung -es: ein schönes Zimmer.
Worauf achte ich bei „Maskulinum im Akkusativ“?
Im Akkusativ Maskulinum bekommt das Adjektiv nach den oder einen die Endung -en: den alten Mann, einen neuen Computer.
Worauf achte ich bei „Possessivartikel folgen dem ein-Muster“?
Wörter wie mein, dein, sein, ihr, unser und euer verhalten sich bei der Adjektivdeklination ähnlich wie ein: mein neuer Kollege, mein neues Handy, meine neue Tasche.
Worauf achte ich bei „Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung“?
Wähle die Endung nach Begleiter, Genus, Numerus und Kasus zusammen: der alte Mann im Nominativ, den alten Mann im Akkusativ; ein guter Mann, ein gutes Buch. Nach bestimmten Begleitern steht im Dativ und Plural meist en: mit den frischen Kräutern. Artikelloser Nominativ/Akkusativ Plural kann e haben: frische Brötchen. Prädikatives nach sein bleibt ungebeugt: Das Buch ist gut. Dies ist die Grundlage, nicht das ganze weiterführende Paradigma.
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