Am Ende dieser Lektion kann ich …
- Zu steht vor dem Infinitiv
- Trennbare Verben bilden zu in der Mitte
- Nach Modalverben kein zu verwenden
- Um ... zu zeigt ein Ziel
- Zweck, Ausbleiben und Ersatz
- Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Einfache Erklärung
Infinitivsätze mit zu verbinden zwei Handlungen und werden im Deutschen häufig verwendet, um Absichten, Pläne, Wünsche oder Ergänzungen auszudrücken. In dieser Lektion lernst du die Regeln, die Satzstellung und typische Verben mit zu + Infinitiv auf B1-Niveau.
Zu steht vor dem Infinitiv
Bei nicht trennbaren Verben steht zu direkt vor dem Verb im Infinitiv. Beispiel: Ich hoffe, dich bald zu sehen.
Trennbare Verben bilden zu in der Mitte
Bei trennbaren Verben wird zu zwischen Präfix und Verbstamm eingefügt. Beispiel: anfangen → anzufangen.
Nach Modalverben kein zu verwenden
Nach können, müssen, wollen, sollen, dürfen und mögen steht der Infinitiv ohne zu. Beispiel: Ich muss arbeiten.
Um ... zu zeigt ein Ziel
Mit um ... zu beschreibt man eine Absicht oder ein Ziel. Beispiel: Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten.
Zweck, Ausbleiben und Ersatz
Um Geld zu sparen nennt Zweck, ohne zu bezahlen eine ausbleibende Handlung, statt zu lernen Ersatz. Das Subjekt wird meist aus dem Hauptsatz verstanden statt wiederholt. Ein anderes Subjekt kann einen finiten Satz wie ohne dass verlangen.
Reflexivität und trennbare Infinitive
Das Reflexivpronomen steht vor dem Infinitiv: sich zu erinnern. Trennbare Infinitive fügen zu ins Wort ein: aufzustehen, anzurufen. Satzwertige Infinitive erhalten das nötige Komma; beliebige Sprechpausen ersetzen keine Zeichensetzungsregeln.
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Lerne zu mit dem Muster des ersten Verbs. Um…zu zeigt Zweck, ohne…zu ausbleibende Begleithandlung, statt…zu Ersatz. Unterschiedliche Subjekte brauchen oft einen finiten Satz; damit erlaubt auch gleiche Subjekte. Nach dem Regelwerk 2024 werden satzwertige Infinitivgruppen mit Komma abgetrennt. Integrierte Prädikate wie scheint zu schlafen sind davon zu unterscheiden.
Übersicht zum Gebrauch
| Muster oder Funktion | Muster in der Zielsprache |
|---|---|
| Zu steht vor dem Infinitiv | Ich versuche, Deutsch zu lernen. |
| Trennbare Verben bilden zu in der Mitte | Ich versuche, Anna anzurufen. |
| Nach Modalverben kein zu verwenden | Ich muss Deutsch lernen. |
| Um ... zu zeigt ein Ziel | Ich lerne, um die Prüfung zu bestehen. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | Anna ging, ohne sich zu verabschieden. |
| Bedeutung im Kontext | Ich lerne Deutsch, um hier zu arbeiten: Ziel. |
Grammatikformel
Grundstruktur
Subjekt + Verb + zu + InfinitivIch versuche, Deutsch zu lernen.
Trennbares Verb
Präfix + zu + VerbteilIch plane, früh aufzustehen.
Ziel ausdrücken
um + zu + InfinitivIch spare Geld, um ein Auto zu kaufen.
Wichtige Regeln
- 1
Zu steht vor dem Infinitiv
Bei nicht trennbaren Verben steht zu direkt vor dem Verb im Infinitiv. Beispiel: Ich hoffe, dich bald zu sehen.
- 2
Trennbare Verben bilden zu in der Mitte
Bei trennbaren Verben wird zu zwischen Präfix und Verbstamm eingefügt. Beispiel: anfangen → anzufangen.
- 3
Nach Modalverben kein zu verwenden
Nach können, müssen, wollen, sollen, dürfen und mögen steht der Infinitiv ohne zu. Beispiel: Ich muss arbeiten.
- 4
Um ... zu zeigt ein Ziel
Mit um ... zu beschreibt man eine Absicht oder ein Ziel. Beispiel: Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten.
- 5
Zweck, Ausbleiben und Ersatz
Um Geld zu sparen nennt Zweck, ohne zu bezahlen eine ausbleibende Handlung, statt zu lernen Ersatz. Das Subjekt wird meist aus dem Hauptsatz verstanden statt wiederholt. Ein anderes Subjekt kann einen finiten Satz wie ohne dass verlangen.
- 6
Reflexivität und trennbare Infinitive
Das Reflexivpronomen steht vor dem Infinitiv: sich zu erinnern. Trennbare Infinitive fügen zu ins Wort ein: aufzustehen, anzurufen. Satzwertige Infinitive erhalten das nötige Komma; beliebige Sprechpausen ersetzen keine Zeichensetzungsregeln.
- 7
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Lerne zu mit dem Muster des ersten Verbs. Um…zu zeigt Zweck, ohne…zu ausbleibende Begleithandlung, statt…zu Ersatz. Unterschiedliche Subjekte brauchen oft einen finiten Satz; damit erlaubt auch gleiche Subjekte. Nach dem Regelwerk 2024 werden satzwertige Infinitivgruppen mit Komma abgetrennt. Integrierte Prädikate wie scheint zu schlafen sind davon zu unterscheiden.
Praktische Beispiele
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen.
Ich bemühe mich, jeden Tag Deutsch zu lernen.
Nach versuchen steht häufig zu + Infinitiv.
Wir planen, nächstes Jahr nach Berlin zu reisen.
Wir haben vor, nächstes Jahr nach Berlin zu fahren.
Planen beschreibt eine zukünftige Absicht.
Sie hat vergessen, die Tür zu schließen.
Sie erinnert sich nicht daran, die Tür zuzumachen.
Vergessen kann eine Handlung mit zu + Infinitiv ergänzen.
Ich hoffe, bald eine neue Wohnung zu finden.
Ich wünsche mir, bald eine neue Wohnung zu finden.
Hoffen wird oft mit zu + Infinitiv verwendet.
Er beginnt, ein Buch zu lesen.
Er fängt an, ein Buch zu lesen.
Beginnen und anfangen können mit zu + Infinitiv stehen.
Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten.
Ich lerne Deutsch mit dem Ziel, in Deutschland zu arbeiten.
Um ... zu beschreibt einen Zweck oder ein Ziel.
Wir haben beschlossen, früher aufzustehen.
Wir haben entschieden, früher aufzustehen.
Bei trennbaren Verben steht zu zwischen den Teilen.
Es ist wichtig, genug Wasser zu trinken.
Genug Wasser zu trinken ist wichtig.
Nach vielen Adjektiven folgt zu + Infinitiv.
Ich habe keine Zeit, lange zu warten.
Ich kann nicht lange warten, weil ich keine Zeit habe.
Zeit kann mit einem Infinitivsatz ergänzt werden.
Er versucht, nicht zu spät zu kommen.
Er bemüht sich, nicht spät anzukommen.
Nicht steht vor der Infinitivgruppe.
Typische Fehler
- ❌ Ich versuche, Deutsch dass lernen. ✅ Ich versuche, Deutsch zu lernen.
- ❌ Ich versuche, Anna zu anrufen. ✅ Ich versuche, Anna anzurufen.
- ❌ Ich muss Deutsch zu lernen. ✅ Ich muss Deutsch lernen.
- ❌ Ich lerne, damit die Prüfung zu bestehen. ✅ Ich lerne, um die Prüfung zu bestehen.
- ❌ Anna ging, damit sich zu verabschieden. ✅ Anna ging, ohne sich zu verabschieden.
- ❌ Ich lerne Deutsch, um hier zu arbeiten: Ziel. → ausbleibende Begleithandlung mit ohne ✅ Ich lerne Deutsch, um hier zu arbeiten: Ziel. → Zweck
Lerntipps
- Lerne häufige Verben mit zu zusammen, nicht nur die Regel.
- Achte besonders auf trennbare Verben wie aufstehen oder einkaufen.
- Frage dich zuerst, ob das Hauptverb ein Modalverb ist.
- Verwende um ... zu, wenn du ein Ziel ausdrücken möchtest.
- Viele deutsche Muttersprachler nutzen diese Struktur täglich.
Im eigenen Text verwenden
Schreibe sechs neue Sätze über dein Leben, Erfahrungen oder Ansichten. Nutze Regeln und Tabelle und begründe die Formen. Die Muster sind Beispiele; du musst nicht jede Form in einen Text zwingen. Dies ist Selbsteinschätzung; das Testergebnis wird getrennt gespeichert.
- Bilde mit „Zu steht vor dem Infinitiv“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Trennbare Verben bilden zu in der Mitte“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Nach Modalverben kein zu verwenden“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Um ... zu zeigt ein Ziel“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Zweck, Ausbleiben und Ersatz“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Vergleiche Form und Bedeutung von zwei eigenen Beispielen und erkläre den Unterschied.
Muster ansehen
Ich versuche, jeden Tag Deutsch zu lernen. Wir planen, nächstes Jahr nach Berlin zu reisen. Sie hat vergessen, die Tür zu schließen. Ich hoffe, bald eine neue Wohnung zu finden. Er beginnt, ein Buch zu lesen. Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten.
Prüfe deine Sätze
- Die beabsichtigte Bedeutung passt zur Konstruktion.
- Ich habe Subjekt, Verbform, Kasus/Präposition und Wortstellung geprüft.
- Ich habe eigene Kontexte formuliert und die Ausnahmen beachtet.
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Verwandte Grammatik
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Häufige Fragen
Worauf kommt es bei „Zu steht vor dem Infinitiv“ an?
Bei nicht trennbaren Verben steht zu direkt vor dem Verb im Infinitiv. Beispiel: Ich hoffe, dich bald zu sehen.
Worauf kommt es bei „Trennbare Verben bilden zu in der Mitte“ an?
Bei trennbaren Verben wird zu zwischen Präfix und Verbstamm eingefügt. Beispiel: anfangen → anzufangen.
Worauf kommt es bei „Nach Modalverben kein zu verwenden“ an?
Nach können, müssen, wollen, sollen, dürfen und mögen steht der Infinitiv ohne zu. Beispiel: Ich muss arbeiten.
Worauf kommt es bei „Um ... zu zeigt ein Ziel“ an?
Mit um ... zu beschreibt man eine Absicht oder ein Ziel. Beispiel: Ich lerne Deutsch, um in Deutschland zu arbeiten.
Worauf kommt es bei „Zweck, Ausbleiben und Ersatz“ an?
Um Geld zu sparen nennt Zweck, ohne zu bezahlen eine ausbleibende Handlung, statt zu lernen Ersatz. Das Subjekt wird meist aus dem Hauptsatz verstanden statt wiederholt. Ein anderes Subjekt kann einen finiten Satz wie ohne dass verlangen.
Worauf kommt es bei „Reflexivität und trennbare Infinitive“ an?
Das Reflexivpronomen steht vor dem Infinitiv: sich zu erinnern. Trennbare Infinitive fügen zu ins Wort ein: aufzustehen, anzurufen. Satzwertige Infinitive erhalten das nötige Komma; beliebige Sprechpausen ersetzen keine Zeichensetzungsregeln.
Worauf kommt es bei „Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung“ an?
Lerne zu mit dem Muster des ersten Verbs. Um…zu zeigt Zweck, ohne…zu ausbleibende Begleithandlung, statt…zu Ersatz. Unterschiedliche Subjekte brauchen oft einen finiten Satz; damit erlaubt auch gleiche Subjekte. Nach dem Regelwerk 2024 werden satzwertige Infinitivgruppen mit Komma abgetrennt. Integrierte Prädikate wie scheint zu schlafen sind davon zu unterscheiden.
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