Am Ende dieser Lektion kann ich …
- Nominalisierte Wörter werden großgeschrieben
- Infinitiv als Nomen verwenden
- Typische Endungen erkennen
- Artikel des Nomens beachten
- Nominalisierte Adjektive
- Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Einfache Erklärung
Die Nominalisierung beschreibt die Umwandlung von Verben und Adjektiven in Nomen. Sie wird im Deutschen besonders in formellen Texten, im Beruf und in der Wissenschaft verwendet. In dieser Lektion lernst du die wichtigsten Regeln, typische Endungen und die praktische Anwendung auf B1-Niveau.
Nominalisierte Wörter werden großgeschrieben
Sobald ein Verb oder Adjektiv als Nomen verwendet wird, beginnt es mit einem Großbuchstaben. Beispiel: Das Lesen macht Spaß.
Infinitiv als Nomen verwenden
Der Infinitiv kann direkt als Nomen benutzt werden. Er ist meistens neutral und steht mit dem Artikel das. Beispiel: Das Schwimmen ist gesund.
Typische Endungen erkennen
Endungen wie -ung, -heit, -keit und -tion helfen dabei, Nominalisierungen zu erkennen und zu bilden.
Artikel des Nomens beachten
Bei jeder Nominalisierung muss der passende Artikel gelernt werden. Beispiel: entwickeln → die Entwicklung, nicht das Entwicklung.
Nominalisierte Adjektive
Das Gute und etwas Neues haben Großschreibung und Adjektivendungen. Das ist gut ist prädikativ und klein. Begleiter, etwas und nichts helfen bei der Erkennung; lies dennoch den ganzen Satz.
Wortbildung und Bedeutung
Entscheiden → die Entscheidung und möglich → die Möglichkeit bilden Wortfamilien; Verb und Nomen müssen nicht dieselben Ergänzungsmuster haben. Beim Schreiben benennt eine Tätigkeit. Lerne Wörterbuchform, Genus und zugehörige Präposition gesondert.
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Nominalisierte Infinitive sind normalerweise neutral: das Lesen, mit Großschreibung. Bilde nicht mechanisch zu jedem Verb ein ung-Nomen; lerne Wortform und Genus. Beim ist bei dem und verlangt Dativ. Nominalisierte Adjektive werden weiterhin flektiert: etwas Neues, das Gute. Unterscheide Nominalisierung von bloßer Großschreibung am Satzanfang.
Übersicht zum Gebrauch
| Muster oder Funktion | Muster in der Zielsprache |
|---|---|
| Infinitiv als Nomen verwenden | Das Lesen macht mir Spaß. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | Das Schwimmen ist gesund. |
| Typische Endungen erkennen | Wir treffen eine Entscheidung. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | Ich lerne etwas Neues. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | beim Schreiben einer E-Mail. |
| Bedeutung im Kontext | Das Lesen macht Spaß. → Lesen |
Grammatikformel
Substantivierter Infinitiv
Infinitiv → großgeschriebenes Nomen (Neutrum)lesen → das Lesen
-ung bei bestehenden Wortbildungen
geeigneter Verbstamm + -ung → feminines Nomenverbessern → die Verbesserung
Dekliniertes substantiviertes Adjektiv
Artikel + großgeschriebenes Adjektiv mit Endungdas Gute / mit dem Guten
Nach etwas und nichts
etwas/nichts + großgeschriebenes Adjektiv (Neutrum)Ich habe etwas Neues gelernt.
Wichtige Regeln
- 1
Nominalisierte Wörter werden großgeschrieben
Sobald ein Verb oder Adjektiv als Nomen verwendet wird, beginnt es mit einem Großbuchstaben. Beispiel: Das Lesen macht Spaß.
- 2
Infinitiv als Nomen verwenden
Der Infinitiv kann direkt als Nomen benutzt werden. Er ist meistens neutral und steht mit dem Artikel das. Beispiel: Das Schwimmen ist gesund.
- 3
Typische Endungen erkennen
Endungen wie -ung, -heit, -keit und -tion helfen dabei, Nominalisierungen zu erkennen und zu bilden.
- 4
Artikel des Nomens beachten
Bei jeder Nominalisierung muss der passende Artikel gelernt werden. Beispiel: entwickeln → die Entwicklung, nicht das Entwicklung.
- 5
Nominalisierte Adjektive
Das Gute und etwas Neues haben Großschreibung und Adjektivendungen. Das ist gut ist prädikativ und klein. Begleiter, etwas und nichts helfen bei der Erkennung; lies dennoch den ganzen Satz.
- 6
Wortbildung und Bedeutung
Entscheiden → die Entscheidung und möglich → die Möglichkeit bilden Wortfamilien; Verb und Nomen müssen nicht dieselben Ergänzungsmuster haben. Beim Schreiben benennt eine Tätigkeit. Lerne Wörterbuchform, Genus und zugehörige Präposition gesondert.
- 7
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Nominalisierte Infinitive sind normalerweise neutral: das Lesen, mit Großschreibung. Bilde nicht mechanisch zu jedem Verb ein ung-Nomen; lerne Wortform und Genus. Beim ist bei dem und verlangt Dativ. Nominalisierte Adjektive werden weiterhin flektiert: etwas Neues, das Gute. Unterscheide Nominalisierung von bloßer Großschreibung am Satzanfang.
Praktische Beispiele
Das Lesen von Büchern erweitert meinen Wortschatz.
Lesen ist ein nominalisiertes Verb und wird wie ein Nomen verwendet.
Die Entscheidung war für alle schwierig.
entscheiden wurde zu Entscheidung mit der Endung -ung.
Das Lernen einer neuen Sprache braucht Geduld.
Der Infinitiv lernen wird als Nomen benutzt.
Die Entwicklung neuer Technologien verändert unseren Alltag.
entwickeln bildet mit -ung ein neues Nomen.
Beim Schreiben höre ich gerne Musik.
Schreiben bezeichnet hier die Tätigkeit als Nomen.
Die Verbesserung seiner Deutschkenntnisse ist sein Ziel.
Verbessern wird durch -ung nominalisiert.
Die Möglichkeit einer Reise gefällt mir.
möglich wird zu Möglichkeit mit der Endung -keit.
Das Gute an dieser Idee ist die Einfachheit.
Das Gute ist ein nominalisiertes Adjektiv.
Die Vorbereitung auf die Prüfung dauert zwei Wochen.
vorbereiten wird zu Vorbereitung.
Beim Kochen kann ich mich entspannen.
Kochen bezeichnet eine Aktivität als Nomen.
Typische Fehler
- ❌ Das Lesend macht mir Spaß. ✅ Das Lesen macht mir Spaß.
- ❌ Der Schwimmen ist gesund. ✅ Das Schwimmen ist gesund.
- ❌ Wir treffen eine entscheiden. ✅ Wir treffen eine Entscheidung.
- ❌ Ich lerne etwas neu. ✅ Ich lerne etwas Neues.
- ❌ beim Schrieb einer E-Mail. ✅ beim Schreiben einer E-Mail.
- ❌ Das Lesen macht Spaß. → Lesen → verbaler Gebrauch ✅ Das Lesen macht Spaß. → Lesen → nominaler Gebrauch mit Großschreibung
Lerntipps
- Lerne Nominalisierungen immer zusammen mit ihrem Artikel.
- Achte auf Großschreibung bei nominalisierten Formen.
- Vergleiche einfache Verb-Sätze mit formelleren Nominalisierungen.
- Lies deutsche Nachrichten oder Berichte, um Nominalisierungen zu erkennen.
- Beginne mit häufigen Formen wie das Lernen, die Entwicklung und die Entscheidung.
Im eigenen Text verwenden
Schreibe sechs neue Sätze über dein Leben, Erfahrungen oder Ansichten. Nutze Regeln und Tabelle und begründe die Formen. Die Muster sind Beispiele; du musst nicht jede Form in einen Text zwingen. Dies ist Selbsteinschätzung; das Testergebnis wird getrennt gespeichert.
- Bilde mit „Nominalisierte Wörter werden großgeschrieben“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Infinitiv als Nomen verwenden“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Typische Endungen erkennen“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Artikel des Nomens beachten“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Bilde mit „Nominalisierte Adjektive“ ein neues Beispiel zu einer realen oder vorgestellten Situation.
- Vergleiche Form und Bedeutung von zwei eigenen Beispielen und erkläre den Unterschied.
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Das Lesen von Büchern erweitert meinen Wortschatz. Die Entscheidung war für alle schwierig. Das Lernen einer neuen Sprache braucht Geduld. Die Entwicklung neuer Technologien verändert unseren Alltag. Beim Schreiben höre ich gerne Musik. Die Verbesserung seiner Deutschkenntnisse ist sein Ziel.
Prüfe deine Sätze
- Die beabsichtigte Bedeutung passt zur Konstruktion.
- Ich habe Subjekt, Verbform, Kasus/Präposition und Wortstellung geprüft.
- Ich habe eigene Kontexte formuliert und die Ausnahmen beachtet.
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Verwandte Grammatik
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Häufige Fragen
Worauf kommt es bei „Nominalisierte Wörter werden großgeschrieben“ an?
Sobald ein Verb oder Adjektiv als Nomen verwendet wird, beginnt es mit einem Großbuchstaben. Beispiel: Das Lesen macht Spaß.
Worauf kommt es bei „Infinitiv als Nomen verwenden“ an?
Der Infinitiv kann direkt als Nomen benutzt werden. Er ist meistens neutral und steht mit dem Artikel das. Beispiel: Das Schwimmen ist gesund.
Worauf kommt es bei „Typische Endungen erkennen“ an?
Endungen wie -ung, -heit, -keit und -tion helfen dabei, Nominalisierungen zu erkennen und zu bilden.
Worauf kommt es bei „Artikel des Nomens beachten“ an?
Bei jeder Nominalisierung muss der passende Artikel gelernt werden. Beispiel: entwickeln → die Entwicklung, nicht das Entwicklung.
Worauf kommt es bei „Nominalisierte Adjektive“ an?
Das Gute und etwas Neues haben Großschreibung und Adjektivendungen. Das ist gut ist prädikativ und klein. Begleiter, etwas und nichts helfen bei der Erkennung; lies dennoch den ganzen Satz.
Worauf kommt es bei „Wortbildung und Bedeutung“ an?
Entscheiden → die Entscheidung und möglich → die Möglichkeit bilden Wortfamilien; Verb und Nomen müssen nicht dieselben Ergänzungsmuster haben. Beim Schreiben benennt eine Tätigkeit. Lerne Wörterbuchform, Genus und zugehörige Präposition gesondert.
Worauf kommt es bei „Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung“ an?
Nominalisierte Infinitive sind normalerweise neutral: das Lesen, mit Großschreibung. Bilde nicht mechanisch zu jedem Verb ein ung-Nomen; lerne Wortform und Genus. Beim ist bei dem und verlangt Dativ. Nominalisierte Adjektive werden weiterhin flektiert: etwas Neues, das Gute. Unterscheide Nominalisierung von bloßer Großschreibung am Satzanfang.
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