Am Ende dieser Lektion kann ich …
- Anwenden: Verb und Präposition zusammen lernen
- Anwenden: warten auf + Akkusativ
- Anwenden: denken an + Akkusativ
- Anwenden: sich interessieren für + Akkusativ
- Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Einfache Erklärung
Was sind Verben mit Präpositionen?
Einige deutsche Verben werden häufig oder immer mit einer bestimmten Präposition verwendet. Man sagt zum Beispiel auf den Bus warten, an die Familie denken oder mit einem Kollegen sprechen. Die Präposition gehört zur Verbindung und kann normalerweise nicht frei durch eine andere Präposition ersetzt werden. Deshalb solltest du Verb und Präposition zusammen lernen.
Warum ist der Kasus wichtig?
Die Präposition bestimmt, welcher Kasus danach steht. Bei warten auf steht in dieser Verbindung der Akkusativ: Ich warte auf den Bus. Mit verlangt dagegen immer den Dativ: Ich spreche mit meinem Lehrer. Deshalb ist es sinnvoll, die komplette Struktur zu lernen: warten auf + Akkusativ oder sprechen mit + Dativ.
Wichtige Verbindungen mit Akkusativ
Auf A2-Niveau sind besonders diese Verbindungen nützlich: warten auf + Akkusativ, denken an + Akkusativ, sich interessieren für + Akkusativ, sprechen über + Akkusativ, sich kümmern um + Akkusativ und sich freuen auf + Akkusativ. Diese Strukturen kommen oft in Gesprächen über Alltag, Arbeit, Freizeit und Pläne vor.
Wichtige Verbindungen mit Dativ
Zu den häufigen Verbindungen mit Dativ gehören sprechen mit + Dativ, teilnehmen an + Dativ, helfen bei + Dativ, fragen nach + Dativ und träumen von + Dativ. Der Kasus bleibt Teil der festen Struktur und sollte direkt mitgelernt werden.
Der Unterschied zwischen sprechen mit und sprechen über
Sprechen mit nennt die Person, mit der man ein Gespräch führt: Ich spreche mit meiner Kollegin. Sprechen über nennt dagegen das Thema des Gesprächs: Wir sprechen über das Projekt. Beide Informationen können auch in einem Satz stehen: Ich spreche mit meiner Kollegin über das Projekt.
Wie bildet man negative Sätze?
Die Präposition bleibt auch im negativen Satz unverändert. Man kann zum Beispiel sagen: Ich warte nicht auf den Bus. Bei reflexiven Verben bleibt außerdem das Reflexivpronomen erhalten: Ich interessiere mich nicht für Fußball. Die Verneinung ändert also nicht die Verb-Präposition-Verbindung.
Wie stellt man Fragen?
Bei Ja-Nein-Fragen steht das konjugierte Verb am Satzanfang: Wartest du auf den Bus? Bei Fragen nach Personen verwendet man die Präposition zusammen mit wen oder wem: Mit wem sprichst du? Auf wen wartest du? Bei Sachen verwendet man oft wo(r) + Präposition: Worauf wartest du? Woran denkst du?
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Lerne Verb, Präposition und Kasus als Einheit: warten auf + Akkusativ, teilnehmen an + Dativ. Räumliches auf kann wechseln; warten auf folgt dem Verbmuster. Bei Personen fragt man meist auf wen/mit wem, bei Sachen worauf/womit. Präposition und Reflexiv bleiben auch in Verneinung und Frage erhalten. Sich freuen auf nennt oft Vorfreude, sich freuen über eine positive Reaktion. Ohne Kontext ist keines pauschal falsch.
Übersicht zum Gebrauch
Die Tabelle zeigt Satzmuster. Bedeutungsoptionen folgen der Oberflächensprache; übersetzte Sätze stehen unter Beispiele.
| Muster oder Funktion | Muster in der Zielsprache |
|---|---|
| warten auf + Akkusativ | Ich warte auf den Bus. |
| sich interessieren für + Akkusativ | Ich interessiere mich für Musik. |
| sprechen mit + Dativ | Ich spreche mit meinem Bruder. |
| denken an + Akkusativ | Ich denke an meine Familie. |
| teilnehmen an + Dativ | Ich nehme am Kurs teil. |
| Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung | Worauf wartest du? — Auf den Bus. |
Grammatikformel
warten auf
Subjekt + warten + auf + AkkusativIch warte auf den Bus.
denken an
Subjekt + denken + an + AkkusativSie denkt an ihre Familie.
sich interessieren für
Subjekt + interessieren (konjugiert) + Reflexivpronomen + für + AkkusativIch interessiere mich für deutsche Filme.
sprechen mit
Subjekt + sprechen + mit + DativEr spricht mit seinem Lehrer.
sprechen über
Subjekt + sprechen + über + AkkusativWir sprechen über das Problem.
teilnehmen an
Subjekt + teilnehmen + an + DativSie nimmt an einem Sprachkurs teil.
Frage nach einer Person
Präposition + wen/wem + Verb + Subjekt?Mit wem sprichst du?
Frage nach einer Sache
Wo(r) + Präposition + Verb + Subjekt?Worauf wartest du?
Wichtige Regeln
- 1
Verb und Präposition zusammen lernen
Lerne nicht nur warten, sondern warten auf + Akkusativ. So merkst du dir gleichzeitig die Präposition und den richtigen Kasus.
- 2
warten auf + Akkusativ
Für die Bedeutung „auf jemanden oder etwas warten“ verwendet man warten auf + Akkusativ: Ich warte auf den Zug.
- 3
denken an + Akkusativ
Wenn man an eine Person, Sache oder Situation denkt, verwendet man denken an + Akkusativ: Ich denke an meinen Termin.
- 4
sich interessieren für + Akkusativ
Interesse an einem Thema drückt man mit sich interessieren für + Akkusativ aus: Sie interessiert sich für Kunst. Das Reflexivpronomen muss zum Subjekt passen.
- 5
sprechen mit + Dativ
Für die Person, mit der man spricht, verwendet man sprechen mit + Dativ: Ich spreche mit meinem Chef.
- 6
sprechen über + Akkusativ
Für das Thema eines Gesprächs verwendet man sprechen über + Akkusativ: Wir sprechen über den Urlaub.
- 7
teilnehmen an + Dativ
Für die Teilnahme an einem Kurs, einer Besprechung oder einer Veranstaltung verwendet man teilnehmen an + Dativ: Sie nimmt an einem Kurs teil.
- 8
fragen nach + Dativ
Wenn man nach einer Information, einem Ort oder einer Person fragt, verwendet man fragen nach + Dativ: Er fragt nach dem Weg.
- 9
sich kümmern um + Akkusativ
Für Betreuung, Verantwortung oder Organisation verwendet man sich kümmern um + Akkusativ: Ich kümmere mich um die Kinder.
- 10
Die Präposition bleibt in Fragen und Verneinungen erhalten
Die Verbindung ändert sich nicht: Ich warte auf den Bus. Ich warte nicht auf den Bus. Wartest du auf den Bus?
- 11
Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung
Lerne Verb, Präposition und Kasus als Einheit: warten auf + Akkusativ, teilnehmen an + Dativ. Räumliches auf kann wechseln; warten auf folgt dem Verbmuster. Bei Personen fragt man meist auf wen/mit wem, bei Sachen worauf/womit. Präposition und Reflexiv bleiben auch in Verneinung und Frage erhalten. Sich freuen auf nennt oft Vorfreude, sich freuen über eine positive Reaktion. Ohne Kontext ist keines pauschal falsch.
Praktische Beispiele
Ich warte auf den Bus.
Ich bleibe hier, bis der Bus kommt.
warten auf steht hier mit Akkusativ; deshalb wird der Bus zu den Bus.
Wir warten noch auf unsere Freunde.
Unsere Freunde sind noch nicht da, deshalb warten wir weiter.
Die Verbindung warten auf bleibt auch mit Personen gleich.
Denkst du manchmal an deine Schulzeit?
Erinnerst du dich manchmal gedanklich an deine Zeit in der Schule?
denken an wird mit Akkusativ verwendet.
Ich denke oft an meine Familie.
Meine Familie ist oft in meinen Gedanken.
Die Präposition an gehört hier fest zum Verb denken.
Meine Schwester interessiert sich für Fotografie.
Meine Schwester findet Fotografie interessant.
sich interessieren ist reflexiv und steht mit für + Akkusativ.
Interessierst du dich für deutsche Filme?
Findest du deutsche Filme interessant?
Bei du lautet das Reflexivpronomen dich.
Ich spreche heute mit meiner Chefin.
Heute führe ich ein Gespräch mit meiner Chefin.
mit verlangt den Dativ; meine Chefin wird zu meiner Chefin.
Wir sprechen über unsere Reise nach Berlin.
Unsere Reise nach Berlin ist das Thema unseres Gesprächs.
Für das Gesprächsthema verwendet man sprechen über + Akkusativ.
Nimmst du morgen an der Besprechung teil?
Bist du morgen bei der Besprechung dabei?
teilnehmen an verlangt den Dativ; außerdem ist teilnehmen ein trennbares Verb.
Sie nimmt zweimal pro Woche an einem Deutschkurs teil.
Sie besucht zweimal in der Woche einen Deutschkurs.
Nach an steht bei teilnehmen der Dativ: einem Deutschkurs.
Kannst du mir bei den Hausaufgaben helfen?
Kannst du mich bei meinen Hausaufgaben unterstützen?
helfen bei wird für die Unterstützung bei einer Tätigkeit verwendet; bei verlangt Dativ.
Entschuldigung, ich möchte nach dem Weg zum Bahnhof fragen.
Entschuldigung, ich möchte wissen, wie ich zum Bahnhof komme.
fragen nach + Dativ wird verwendet, wenn man eine Information sucht.
Mein Bruder kümmert sich am Wochenende um die Kinder.
Mein Bruder betreut am Wochenende die Kinder.
sich kümmern um ist reflexiv und steht mit Akkusativ.
Ich freue mich auf meinen Urlaub.
Ich bin schon jetzt glücklich, weil mein Urlaub bald kommt.
sich freuen auf verwendet man typischerweise für etwas Zukünftiges.
Sie träumt von einer Reise nach Österreich.
Sie stellt sich oft eine Reise nach Österreich vor und wünscht sie sich.
träumen von steht mit Dativ.
Ich warte nicht auf Paul, sondern auf Anna.
Paul ist nicht die Person, auf die ich warte; ich warte auf Anna.
Auch bei der Verneinung bleibt die Präposition auf erhalten.
Mit wem sprichst du gerade?
Welche Person ist gerade dein Gesprächspartner?
Bei Personen fragt man nach mit + Dativ mit mit wem.
Worauf wartest du?
Auf welche Sache oder welches Ereignis wartest du?
Bei Sachen kann man wo(r) + Präposition verwenden; aus wo + auf wird worauf.
Typische Fehler
- ❌ Ich warte für den Bus. ✅ Ich warte auf den Bus.
- ❌ Ich interessiere mich auf Musik. ✅ Ich interessiere mich für Musik.
- ❌ Ich spreche auf meinem Bruder. ✅ Ich spreche mit meinem Bruder.
- ❌ Ich denke für meine Familie. ✅ Ich denke an meine Familie.
- ❌ Ich nehme am Kurs an. ✅ Ich nehme am Kurs teil.
- ❌ Wofür wartest du? — Auf den Bus. ✅ Worauf wartest du? — Auf den Bus.
Lerntipps
- Lerne jede Verbindung als Einheit: warten auf + Akkusativ, nicht nur warten.
- Schreibe bei neuen Verben immer auch den Kasus dazu.
- Bilde mit jeder neuen Verbindung einen persönlichen Beispielsatz.
- Frage dich bei sprechen: Geht es um eine Person? Dann mit. Geht es um ein Thema? Dann über.
- Übersetze deutsche Präpositionen nicht direkt aus deiner Muttersprache; lerne die feste Verbindung.
- Lerne reflexive Verben vollständig: sich interessieren für, sich kümmern um, sich freuen auf.
- Übe Fragen direkt zusammen mit den Verbindungen: Auf wen? Mit wem? Worauf? Wofür?
- Sortiere deine Lernkarten in Verbindungen mit Akkusativ und Verbindungen mit Dativ.
Im eigenen Text verwenden
Schreibe sechs zusammenhängende Sätze über dein Leben, Pläne oder Erfahrungen und nutze jedes Tabellenmuster einmal. Prüfe mit den Regeln, warum die Konstruktion passt. Dies ist Selbsteinschätzung; der Multiple-Choice-Test erhält ein getrennt gespeichertes Ergebnis.
- Bilde mit Tabellenmuster 1 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 2 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 3 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 4 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 5 einen neuen Satz über dich.
- Bilde mit Tabellenmuster 6 einen neuen Satz über dich.
Muster ansehen
Ich warte auf den Bus. Ich interessiere mich für Musik. Ich spreche mit meinem Bruder. Ich denke an meine Familie. Ich nehme am Kurs teil. Worauf wartest du? — Auf den Bus.
Prüfe deine Sätze
- Die beabsichtigte Bedeutung passt zur Konstruktion.
- Ich habe Subjekt, Verbform, Kasus/Präposition und Wortstellung geprüft.
- Ich habe eigene Kontexte formuliert und die Ausnahmen beachtet.
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Verwandte Grammatik
Häufige Fragen
Worauf achte ich bei „Verb und Präposition zusammen lernen“?
Lerne nicht nur warten, sondern warten auf + Akkusativ. So merkst du dir gleichzeitig die Präposition und den richtigen Kasus.
Worauf achte ich bei „warten auf + Akkusativ“?
Für die Bedeutung „auf jemanden oder etwas warten“ verwendet man warten auf + Akkusativ: Ich warte auf den Zug.
Worauf achte ich bei „denken an + Akkusativ“?
Wenn man an eine Person, Sache oder Situation denkt, verwendet man denken an + Akkusativ: Ich denke an meinen Termin.
Worauf achte ich bei „sich interessieren für + Akkusativ“?
Interesse an einem Thema drückt man mit sich interessieren für + Akkusativ aus: Sie interessiert sich für Kunst. Das Reflexivpronomen muss zum Subjekt passen.
Worauf achte ich bei „sprechen mit + Dativ“?
Für die Person, mit der man spricht, verwendet man sprechen mit + Dativ: Ich spreche mit meinem Chef.
Worauf achte ich bei „sprechen über + Akkusativ“?
Für das Thema eines Gesprächs verwendet man sprechen über + Akkusativ: Wir sprechen über den Urlaub.
Worauf achte ich bei „teilnehmen an + Dativ“?
Für die Teilnahme an einem Kurs, einer Besprechung oder einer Veranstaltung verwendet man teilnehmen an + Dativ: Sie nimmt an einem Kurs teil.
Worauf achte ich bei „fragen nach + Dativ“?
Wenn man nach einer Information, einem Ort oder einer Person fragt, verwendet man fragen nach + Dativ: Er fragt nach dem Weg.
Worauf achte ich bei „sich kümmern um + Akkusativ“?
Für Betreuung, Verantwortung oder Organisation verwendet man sich kümmern um + Akkusativ: Ich kümmere mich um die Kinder.
Worauf achte ich bei „Die Präposition bleibt in Fragen und Verneinungen erhalten“?
Die Verbindung ändert sich nicht: Ich warte auf den Bus. Ich warte nicht auf den Bus. Wartest du auf den Bus?
Worauf achte ich bei „Gebrauch, Ausnahmen und Bedeutung“?
Lerne Verb, Präposition und Kasus als Einheit: warten auf + Akkusativ, teilnehmen an + Dativ. Räumliches auf kann wechseln; warten auf folgt dem Verbmuster. Bei Personen fragt man meist auf wen/mit wem, bei Sachen worauf/womit. Präposition und Reflexiv bleiben auch in Verneinung und Frage erhalten. Sich freuen auf nennt oft Vorfreude, sich freuen über eine positive Reaktion. Ohne Kontext ist keines pauschal falsch.
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